Phishing bei comdirect – Konto und Depot schützen

Bei comdirect richtet sich der Betrug oft nicht nur gegen das Konto, sondern auch gegen das Wertpapierdepot: Täter verkaufen Positionen und überweisen den Erlös. Solche nicht autorisierten Vorgänge sind grundsätzlich erstattungsfähig.

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Eine Erstattung kann nicht garantiert werden – maßgeblich ist immer der Einzelfall.

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Der Bankbetrug-Anwalt ist eine unabhängige Rechtsanwaltskanzlei und steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu den genannten Banken. Genannte Marken- und Unternehmensnamen dienen ausschließlich der Beschreibung des jeweiligen Beratungsschwerpunkts.

Aktuell · Entscheidung vom 15. Oktober 2026

Ihre Bank muss erst erstatten – und darf erst danach streiten

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Wird eine nicht autorisierte Zahlung rechtzeitig gemeldet, muss die Bank den Betrag zunächst erstatten. Der Vorwurf grober Fahrlässigkeit berechtigt sie nicht, das Geld zurückzuhalten.

Zurückhalten darf sie nur, wenn sie den Verdacht hat, dass Sie selbst betrügen – und diesen Verdacht einer Behörde schriftlich gemeldet hat. Das ist der Ausnahmefall, nicht die Regel.

Hat die comdirect Ihre Erstattung früher mit „grobe Fahrlässigkeit" abgelehnt? Dann lohnt eine erneute Prüfung.

EuGH, Urteil vom 15.10.2026 – C-70/25

Die Besonderheit bei comdirect

Neben der Erstattung des überwiesenen Betrags prüfen wir den Schaden aus erzwungenen Wertpapierverkäufen (z. B. Kursverluste, entgangene Entwicklung). Für die Autorisierung und Authentifizierung ist comdirect beweispflichtig.

Typischer Fall

Nach einem Phishing-Angriff werden Fondsanteile verkauft und 21.000 € abgezogen. Neben der Rückbuchung kann auch der Wiederbeschaffungsschaden der Papiere relevant sein.

Ihre Rechte – einfach erklärt

Das Gesetz steht klar auf Ihrer Seite. Die Bank muss beweisen – nicht Sie.

§ 675u BGB

Die Bank muss erstatten

Bei einer nicht autorisierten Zahlung muss die Bank Ihnen den Betrag unverzüglich zurückerstatten und das Konto wiederherstellen.

§ 675w BGB

Die Bank trägt die Beweislast

Nicht Sie müssen Ihre Unschuld beweisen. Die Bank muss nachweisen, dass Sie die Zahlung autorisiert oder grob fahrlässig gehandelt haben – das gelingt oft nicht.

EuGH C-70/25

Erst erstatten, dann streiten

Mit Urteil vom 15.10.2026 hat der Europäische Gerichtshof entschieden: Die Bank muss eine nicht autorisierte Zahlung zunächst erstatten – auch wenn sie Ihnen grobe Fahrlässigkeit vorwirft. Ob Sie den Schaden am Ende tragen, wird erst danach geklärt.

EuGH, Urteil vom 15.10.2026 – C-70/25. Rechtsstand: Oktober 2026.

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In geeigneten Einzelfällen ist auch ein Erfolgshonorar nach § 4a RVG möglich*.

Häufige Fragen bei comdirect

Bekomme ich auch verkaufte Wertpapiere ersetzt?+
Möglicherweise – der Depotschaden wird im Einzelfall gesondert geprüft.
Gilt die 13-Monats-Frist auch hier?+
Ja, melden Sie den Vorfall so früh wie möglich.

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